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Die Zahlen sind eindeutig!
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Liebe Leserin, lieber Leser,
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auf NATO-Ebene werden die Verteidigungsausgaben von Europa und Kanada für 2025 auf 559,3 Mrd. US-Dollar geschätzt, nach 482,4 Mrd. US-Dollar 2024 und 406,8 Mrd. US-Dollar 2023. Gleichzeitig steigt der Anteil am BIP von 1,7% im Jahr 2023 auf knapp 2% 2024 und auf 2,27% 2025.
Auch die Wachstumsdynamik ist außergewöhnlich: NATO Europe and Canada legten real um 19% im Jahr 2024 und um weitere 16% im Jahr 2025 zu. Für Europa ist 2025 damit das erste Jahr, in dem die alte 2%-Marke auf aggregierter NATO-Basis klar übertroffen wird. Genau das macht den Unterschied für Investoren und Industrie. Es geht nicht mehr nur um Absichtserklärungen einzelner Regierungen, sondern um einen breiten europäischen Budgetzuwachs, der inzwischen in offiziellen NATO-Zahlen sichtbar ist. Dass dieser Trend nicht in einem Jahr endet, zeigt der Plan der EU: Die EU-Kommission beabsichtigt in den kommenden Jahren insgesamt bis zu 800 Mrd. Euro für zusätzliche Verteidigungsausgaben zu mobilisieren.
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Das passiert in den USA
Die Trump-Administration hat Anfang April 2026 für das Fiskaljahr 2027 insgesamt 1,5 Bio. US-Dollar an Verteidigungsressourcen beantragt. Laut offiziellem White House Topline Fact Sheet wäre das ein Plus von 445 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 42% gegenüber dem 2026er Gesamtwert. Welche ETFs bieten sich an?
Im letzten Jahr sind auffällig viele neue ETFs im Verteidigungsbereich aufgelegt worden, deutlich mehr als noch zuvor, was für mich ein klares Signal ist, dass auch die Finanzindustrie diesen Sektor inzwischen als strukturell wachsend einordnet. Ich habe deshalb drei ETFs herausgesucht, einen mit klarem Fokus auf europäische Rüstungsunternehmen und zwei weitere, die global breiter aufgestellt sind:
WisdomTree Europe Defence ETF: Der WisdomTree Europe Defence UCITS Index bietet Zugang zu europäischen Unternehmen, die in der Militär- oder Verteidigungsindustrie tätig sind. Zu den Top-10-Werten gehören BAE Systems, Thales und Rheinmetall. Die Länderaufteilung ist wie folgt: Frankreich knapp 35%, UK etwa 27% und Deutschland bei knapp 14%.
HanETF Future of Defence: Neben den klassischen Rüstungsunternehmen berücksichtigt der ETF auch den Bereich Cyberabwehr. Zu den Mitgliedern des ETFs zählen Werte wie Lockheed Martin, Rheinmetall, Crowdstrike und Palo Alto Networks. Rund 61% der Index-Mitglieder kommen aus den USA.
Invesco Defence Innovation ETF: Der ETF bildet den S&P Kenso Global Future Defence Index nach. Werte wie Lockheed Martin, Saab und Planet Labs gehören zu den Schwergewichten. Gut 70% der Werte kommen aus den USA.
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Was wir aktuell sehen, ist kein kurzfristiger Ausschlag und auch kein rein politisches Signal, das wieder verschwindet. Die Zahlen für 2025, die Programme auf EU-Ebene und die neuen Zielsetzungen innerhalb der NATO zeigen sehr klar, dass diese Industrie strukturell über Jahre hinweg Aufwind erfahren wird. Und dieser Pfad wird nicht von einzelnen Ländern getragen, sondern ist breit abgestützt über Europa hinweg. Gleichzeitig kommt aus den USA zusätzlicher Druck. Die jüngsten Haushaltsvorschläge und die Forderungen nach deutlich höheren Verteidigungsausgaben zeigen, dass auch dort die Richtung klar vorgegeben ist. Ob jede einzelne Zahl so umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber die Stoßrichtung ist eindeutig.
Wie ich im heutigen Podcast und Video erläutere, bin ich persönlich hier nicht direkt investiert. Als Aktionär wünscht man den Unternehmen, in die man investiert ist, in der Regel gute Geschäfte. Das ist in diesem Fall nicht gegeben. Dies ist aber weder als moralischer Wink mit dem Zeigefinger noch als Empfehlung zu verstehen, sondern als rein private Entscheidung. Zumal auch jeder Investor im Bereich von Halbleitern, Rohstoffen oder Stahlherstellern indirekt an Zulieferern dieser Industrie beteiligt ist – diese Diskussion auf Ebene der Geldanlage zu führen, halte ich für nicht zielführend.
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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert: - - - | Diese Position ist kein Bestandteil des exklusiven „Lars Erichsen“-Echtgeld-Depots. Die Informationen in diesem Newsletter stellen keine Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar.
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