|
|
Dieser Boom geht weiter...
|
|
|
|
|
|
Liebe Leserin, lieber Leser,
|
|
|
|
wer in den vergangenen Wochen und Monaten quer durch Deutschland reist, kommt an einer Erkenntnis kaum vorbei: Die Schieneninfrastruktur erlebt eine Phase historischer Umwälzungen. Selten waren auf den Strecken der Deutschen Bahn so viele Baustellen, Umleitungen und Modernisierungsarbeiten gleichzeitig zu sehen. Das Schienennetz leidet unter jahrzehntelangem Investitionsstau, doch nun rollt die Modernisierungswelle.
Die Bundesregierung hat im Rahmen der aktuellen Haushaltsplanung Anfang Juli 2026 die Weichen für massive Investitionen gestellt. Bis zum Jahr 2030 plant der Bund insgesamt rund 135,5 Mrd. Euro für die Verkehrswege bereitzustellen, wobei der Löwenanteil ganz gezielt in die Schiene fließt. Allein für das Haushaltsjahr 2027 sind rund 20,8 Mrd. Euro für die Schieneninfrastruktur vorgesehen.
Um diese gigantischen Bauvolumina im Fern-, Regional- und urbanen U-Bahn-Bereich zu bewältigen, ist die Deutsche Bahn auf die Expertise spezialisierter Großkonzerne angewiesen. Mehrere nationale und internationale Schwergewichte blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit mit der DB zurück und sichern sich auch in der aktuellen Sanierungswelle wesentliche Projektanteile.
Strabag
Strabag (WKN: A0M23V) ist einer der größten Baukonzerne Europas mit Sitz in Österreich. Das Unternehmen deckt die gesamte Palette des Hoch- und Tiefbaus ab, besitzt jedoch mit der Tochtergesellschaft STRABAG Rail eine herausragende Marktposition im Bahnbau.
Das Leistungsspektrum reicht vom klassischen Gleis- und Weichenbau über den Tunnelbau bis hin zur Errichtung komplexer Bahnhöfe und der Verlegung von Kabeltrassen. Der Konzern ist seit Jahrzehnten ein Partner der Deutschen Bahn.
|
|
|
|
|
|
|
Quelle: www.prorealtime.com
|
|
|
|
|
Hochtief
Die im MDAX notierte Hochtief AG (WKN: 607000) mit Sitz in Essen zählt zu den weltweit führenden, technologiegestützten Infrastruktur-Konzernen. Der Fokus liegt auf komplexen Infrastrukturprojekten, dem Brücken-, Tunnel- und Hochbau. Hochtief ist traditionell tief im deutschen Schienennetz verwurzelt.
Die Relevanz des Konzerns für die aktuelle Modernisierungswelle zeigt sich unter anderem im Großauftrag über rund 170 Mio. Euro, den sich das Unternehmen für die anstehende Generalsanierung der rechten Rheinstrecke sichern konnte. Der Konzern übernimmt dabei wesentliche Teile der Erneuerung von Gleisanlagen, Stützwänden und der Modernisierung von Bahnhöfen.
|
|
|
|
|
|
|
Quelle: www.prorealtime.com
|
|
|
|
|
Alstom S.A.
Die französische Alstom S.A. (WKN: A0F7BK) ist ein weltweit führender Bahntechnologie-Konzern. Neben der Herstellung von Hochgeschwindigkeitszügen (wie dem TGV) und U-Bahnen ist das Unternehmen ein Schlüsselakteur bei der Digitalisierung von Schienennetzen.
Anfang 2025 schlossen Alstom und die DB einen wegweisenden, langfristigen Rahmenvertrag im Wert von über 600 Mio. Euro ab. Dieser sieht bis zum Jahr 2032 die umfassende Modernisierung des deutschen Schienennetzes durch die Integration modernster digitaler Stellwerkstechnik sowie der europäischen Leit- und Sicherungstechnik (ETCS) vor.
|
|
|
|
|
|
|
Quelle: www.prorealtime.com
|
|
|
|
|
Siemens
Das DAX-Schwergewicht Siemens AG (WKN: 723610) ist über seine separat geführte und börsennotierte Tochtergesellschaft Siemens Mobility fundamental mit der Geschichte und Gegenwart der Deutschen Bahn verknüpft.
Siemens liefert nicht nur die Flaggschiff-Flotte der ICE-Züge für die Langstrecke, sondern ist ebenso im Bereich der Infrastruktur, der Elektrifizierung und der Leit- und Sicherungstechnik führend. Von der Ausrüstung der Schienenwege mit Oberleitungen bis hin zu Automatisierungslösungen für den städtischen U-Bahn- und S-Bahn-Verkehr deckt Siemens die gesamte Wertschöpfungskette ab.
|
|
|
|
|
|
|
Quelle: www.prorealtime.com
|
|
|
|
|
Vossloh
Die im SDAX notierte Vossloh AG (WKN: 766710) mit Sitz in Werdohl (Sauerland) ist ein weltweit führendes Bahntechnologie-Unternehmen, das sich im Gegensatz zu den breit aufgestellten Baukonzernen fast ausschließlich auf die Infrastruktur des Schienenwegs fokussiert.
Vossloh ist Weltmarktführer bei Schienenbefestigungssystemen und gehört zu den globalen Spitzenreitern bei hochentwickelten Weichensystemen. Zudem bietet der Konzern Dienstleistungen zur Instandhaltung von Schienen an.
|
|
|
|
|
|
|
Quelle: www.prorealtime.com
|
|
|
|
|
Die Konzerne im Überblick
|
|
|
|
|
|
|
Breit gestreut investieren
Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil vieler Volkswirtschaften und umfasst unter anderem Stromnetze, Verkehrswege, Wasser- und Versorgungsnetze sowie zunehmend auch Rechenzentren und digitale Infrastruktur. Entsprechend investieren Staaten und Unternehmen regelmäßig in den Ausbau, die Modernisierung und den Erhalt dieser Anlagen.
Wer nicht gezielt in einzelne Infrastruktur-Unternehmen investieren möchte, kann den Sektor auch über ETFs abdecken. Diese ermöglichen eine breite Streuung über verschiedene Unternehmen und Teilbereiche der Infrastruktur. Der folgende Überblick zeigt eine Auswahl entsprechender Infrastruktur-ETFs.
|
|
|
|
|
|
|
Risikohinweis
Infrastruktur-Unternehmen profitieren häufig von öffentlichen Investitionsprogrammen und staatlichen Aufträgen. Entsprechend können politische Entscheidungen, veränderte Haushaltsprioritäten oder verzögerte Infrastrukturprogramme die Geschäftsentwicklung beeinflussen. Zudem dürften viele der positiven Erwartungen bereits in den Aktienkursen berücksichtigt sein. Damit weiteres Kurspotenzial entsteht, sind auch künftig nachhaltige Investitionen und entsprechende politische Rahmenbedingungen erforderlich.
In der Vergangenheit wurden angekündigte Infrastrukturprogramme nicht immer im ursprünglich geplanten Umfang umgesetzt. Hinzu kommt, dass sich einige Infrastruktur-Aktien derzeit charttechnisch nicht in einem klaren Aufwärtstrend befinden. Für kurzfristig orientierte Anleger fehlen damit teilweise eindeutige Kaufsignale. Wer in Aktien investiert, sollte daher eher einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen und von der strukturellen Bedeutung des Themas überzeugt sein.
|
|
|
|
|
|
Infrastruktur bleibt für mich ein langfristig interessantes Anlage-Thema. Weltweit stehen in den kommenden Jahren hohe Investitionen an, unter anderem in den Ausbau und die Modernisierung von Stromnetzen, Verkehrswegen und Schienen sowie weiterer Versorgungsinfrastruktur. Anleger können dabei sowohl auf Einzel-Aktien als auch auf ETFs setzen.
Wer sich für einen ETF entscheidet, sollte sich die jeweilige Zusammensetzung des Fonds genau ansehen. Ich persönlich bin bei den „Rendite-Spezialisten“ seit etwas mehr als 2 Jahren im Global X US Infrastructure ETF investiert und liege mit dieser Position aktuell rund 40% im Plus. Wichtig ist dabei: Der ETF investiert ausschließlich in Infrastruktur-Unternehmen aus den USA und bildet damit nicht den weltweiten Infrastruktur-Sektor ab.
|
|
|
|
|
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert: Global X US Infrastructure ETF | Diese Position ist Bestandteil des „Rendite-Spezialisten“-Depots. Die Informationen in diesem Newsletter stellen keine Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar.
|
|
|
|
|
|
|
ATLAS Research GmbH · Dollgasse 13 · 97084 Würzburg · Geschäftsführer: Stefan Böhm, Dr. Detlef Rettinger · UST-ID-Nr. DE 175922139 · Sitz: Würzburg · HRB 5416 · Gerichtsstand Würzburg
© 2026 ATLAS RESEARCH GmbH – Alle Rechte vorbehalten.
|
|
|
|
|