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3 Silberminen-Aktien im Fokus
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Liebe Leserin, lieber Leser,
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in den vergangenen Wochen hat sich bei vielen Silberminen-Aktien ein klarer Abwärtstrend gezeigt. Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie die Entwicklung des Silber-Preises selbst, da die Kurse der Produzenten in der Regel eng an das zugrunde liegende Metall gekoppelt sind.
Seit dem Hoch Ende Januar ist der Silber-Preis von 117 US-Dollar auf aktuell (27.03.2026) rund 69 US-Dollar gefallen, was einem Rückgang von etwa 40% entspricht. Diese Bewegung hat sich nahezu direkt in den Bewertungen der Minengesellschaften niedergeschlagen.
Meine Analyse
Nach der deutlichen Korrektur beim Silber-Preis und den entsprechenden Rücksetzern im Sektor lohnt sich aktuell zumindest ein frischer Blick auf viele Silberminen-Aktien. Allein auf Monatssicht haben einige der großen Namen spürbar nachgegeben: Pan American Silver liegt bei rund –19%, Fresnillo bei etwa –23% und Hecla Mining ebenfalls bei gut –22%. Genau diese Rückgänge waren für mich der Anlass, mir die Unternehmen wieder etwas genauer anzuschauen: Fresnillo
Das Unternehmen ist tief in der mexikanischen Bergbau-Tradition verwurzelt, auch wenn es an der Londoner Börse gelistet ist. Wenn Du in Fresnillo investierst, setzt Du fast ausschließlich auf Mexiko, denn dort befinden sich alle ihre aktiven Minen, wie etwa die riesige Saucito oder die geschichtsträchtige Fresnillo-Mine. Knapp 50% des Umsatzes entfallen auf Silber. Aber Silber ist nicht alles, was sie aus der Erde holen. Fresnillo ist gleichzeitig der größte Gold-Produzent Mexikos.
Neben diesen beiden Edelmetallen fallen bei der Förderung massiv Blei und Zink als Beiprodukte an, die einen soliden Teil des Umsatzes ausmachen. Was die Dividende betrifft, ist Fresnillo recht aktionärsfreundlich: Sie haben eine Politik, etwa 35-50% ihres Gewinns nach Steuern auszuschütten. Für das Jahr 2026 sieht das besonders spannend aus, da sie aufgrund der hohen Metallpreise im Vorjahr gerade erst eine ordentliche Finaldividende angekündigt haben, die im Mai 2026 ausgezahlt wird.
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Quelle: www.prorealtime.com
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Pan American Silver
Ein ganz anderes Bild zeichnet Pan American Silver. Während Fresnillo ein Spezialist für ein einzelnes Land ist, ist Pan American ein echter Panamerikaner. Das Team um den Gründer Ross Beaty hat über die Jahrzehnte ein Imperium aufgebaut, das sich von Kanada über Mexiko und Peru bis nach Argentinien und Brasilien erstreckt. Knapp 40% des Gesamtumsatzes entfallen auf Silber.
Besonders spannend ist, dass der Konzern durch die Übernahme von Yamana Gold massiv im Gold-Markt gewachsen ist. In ihren Minen gewinnen sie zudem beträchtliche Mengen an Kupfer, Zink und Blei. Das macht das Unternehmen krisenfester, da sie nicht nur von einem Metall abhängen.
Pan American zahlt eine regelmäßige Quartalsdividende. Erst kürzlich, im Februar 2026, haben sie diese sogar angehoben, weil die Cashflows durch die Integration der neuen Minen und die hohen Silber-Preise förmlich explodiert sind. Wenn du also Wert auf eine breite geografische Streuung legst, ist das dein Kandidat.
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Quelle: www.prorealtime.com
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Hecla Mining
Der dritte Wert ist Hecla Mining, das Urgestein aus den USA. Hecla ist das älteste an der NYSE gelistete Edelmetall-Unternehmen und operiert fast ausschließlich in politisch sehr stabilen Regionen, nämlich in den USA (Alaska und Idaho) und Kanada (Quebec und Yukon). Ihr Aushängeschild ist die Greens Creek Mine in Alaska, eine der kosteneffizientesten Silber-Minen der Welt. Gut 70% des Konzern-Umsatzes entfallen auf Silber.
Hecla ist für Silber-Puristen besonders interessant: Sie haben sich in den letzten Jahren bewusst von einigen Gold-Projekten getrennt, um den Silber-Anteil an ihrem Geschäft zu erhöhen. Dennoch produzieren auch sie Gold sowie Blei und Zink. Einzigartig bei Hecla ist die Dividendenpolitik: Sie zahlen eine Basisdividende, die durch eine variable Komponente ergänzt wird, die direkt an den realisierten Silber-Preis gekoppelt ist.
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Quelle: www.prorealtime.com
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Für mich stehen Pan American Silver, Fresnillo und Hecla Mining vor allem deshalb im Fokus, weil sie einen klaren Hebel auf den Silber-Preis mitbringen und entsprechend reagieren, wenn sich dort etwas bewegt.
Entscheidend ist für mich dabei aber nach wie vor der Silber-Preis selbst und genau darauf habe ich auch im Silber-Video vom Montag hingewiesen, als ich erklärt habe, wann sich auf Wochensicht ein mögliches Signal für eine Bodenbildung zeigen könnte. Dieses Signal ist aktuell noch eindeutig nicht entstanden, auch wenn der Schlusskurs vom Freitag noch aussteht.
Ich gehe zudem aktuell nicht davon aus, dass Silber kurzfristig über die Marke von 73,60 US-Dollar steigt. Während ich das hier schreibe (Freitag, 10 Uhr) ist der Silber-Preis aktuell bei 69 US-Dollar.
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